Windows 8 ohne Win32?

Wie man bei den beiden verlinkten Artikeln lesen kann soll Windows 8 mit einer neuen Oberfläche kommen. Ich denke Microsoft hat folgendes vor: Windows 8 wird mit einer neuen UI und API auf Basis von .NET veröffentlicht. Die Win32-API wird nur noch über Emulation angeboten, so dass alte Software weiter funktioniert. Aber warum sollte Microsoft so etwas machen?

Windows 8 soll sowohl auf X86 als auch auf ARM erscheinen. Wie beim Register genannt gibt es 8 binär inkompatible SoCs die unterstützt werden sollen. Erstellt ein Entwickler pro Architektur eine Übersetzung des Sourcecodes, sind das 10 zu produzierende Softwarepakete (x86, x64 und 8 * ARM). Das ist sowohl für Anwender als auch für Entwickler nicht handhabbar. Des weiteren ist die Win32-API aus den Uhrzeiten von Windows NT und Windows 95 durch die zahlreichen neuen Anforderungen und Versionen nicht mehr zeitgemäß. Die Win32 API war und ist bei Entwicklern (und wie man durch .NET sieht auch bei Microsoft) nicht sonderlich beliebt, sie gilt als schwer erlernbar, ist fehleranfällig und lässt einen roten Faden vermissen. Mit Windows 8 könnte Microsoft nun mit einigen Problemen aufräumen. Durch die konsequente Verwendung von .NET als Laufzeitumgebung und API sind Anwendungen automatisch auf allen Windows 8 Versionen lauffähig. Die Architektur spielt nur für Microsofts Betriebssystem Entwickler eine Rolle, da sie die entsprechenden .NET Laufzeitumgebungen mit dem Betriebssystem zur Verfügung stellen müssen. Für Anwender reicht es dann also ein „Certified for Windows 8“-Produkt zu kaufen und es läuft überall, egal ob PC oder ARM. Alte Anwendungen, die er bereits besitzt, laufen zumindest auf x86/x64 in der Windows 7 Emulation weiter. Apple hat einen solchen Umstieg von Mac OS Classic auf Mac OS X bereits erfolgreich durchgeführt. Auch Microsoft hat erst kürzlich mit Windows Phone 7 alten Ballast über Bord geworfen.

Apple unter Strom

Apple hat heute die neue iMac-Generation veröffentlicht. Neu ist unter anderem Thunderbolt, ein neuer Highspeed-Bus, den man als Nachfolger von Firewire und Alternative zu USB3.0 sehen kann. Mal abgesehen davon was Thunderbolt und LightPeak nun unterscheiden soll, halte ich das Logo für Thunderbolt für bedenklich. Es ähnelt doch sehr dem internationalen Warnsymbol für elektrischen Strom. Bekommt man jetzt einen Stromschlag wenn man einen iMac anfasst?

Semantik Desktop unter Kubuntu nun mit Nepomuk und Virtuoso

Nepomuk unter KDE hatte schon einige Probleme mit seinen Storage-Backends. Daher sind sie auf Virtuoso umgestiegen. Leider gab es noch kein Ubuntu Paket… Daher hat Jonathan Riddell nun ein Paket gebaut das bereits im Universe-Repository ist. Des weiteren hat er einen Antrag gestellt, damit es in Main aufgenommen wird. Um nun Virutuoso als Backend zu verwenden müssen zu einem aktuellen KDE4 nur die beiden Pakete virtuoso-server und virtuoso-drivers installiert werden. Beim nächsten Neustart von Nepomuk wird Virtuoso verwendet und werden die alten Daten migriert.
Viel Spaß mit Nepomuk und Virtuoso

Lighttpd

Ich habe vor ein paar Wochen den Webserver, auf dem auch dieser Blog liegt, von Apache auf Lighttpd migriert. Grund dafür war der zu hohe Resourcenbedarf des Apachen. Ich hatte mir die Migration schwieriger vorgestellt. Das Lighttpd keine .htaccess-Dateien unterstützt hat dabei die meiste Zeit benötigt.
Vorteile die sich bisher eingestellt haben sind folgende:

  • Seiten bauen schneller auf
  • Einfachere Konfiguration
  • PHP und Python laufen in eigenen Prozessen
  • Weniger Ressourcenverbrauch auf dem Server
  • Besser funktionierender Image-Link-Schutz
  • Nicht anfällig gegen Slowloris

Terratec Cinergy HT PCI mkII mit DVB unter Linux – endlich

Endlich funktioniert meine Terratec Cinergy HT PCI mkII unter Linux. Lange hat es gedauert. DVB funktioniert. Ob Analoges-TV auch geht kann ich nicht testen.
Den Patch habe ich an die Mailingliste gepostet und hoffe das er dort aufgenommen wird.
Für die Ungeduldigen ist der Patch auch hier: Terratec_Cinergy_HT_PCI_MKII.0.2

Liquid Browsing bei Cebit.de und DMGs unter Linux verwenden

Ich habe eben mal versucht das Liquid Browsing für die Cebit-Austellersuche auszuprobieren. Leider stellte sich heraus, das die Version mit „Java Web Start“ insofern kaputt ist, das jar war nicht auf dem angegebenen Server zu finden. Well done Liquiverse!!!
Naja – die Leute dort scheinen eher Mac User zu sein und bieten auch ein dmg für MacOSX an. Ich dachte mir da drin sollte das jar doch zu finden sein; also erstmal runtergeladen.
Nur wie kommt man an die Daten in einem DMG heran? Erstmal ein

$: file /tmp/CeBIT2009Ausstellersuche.dmg
/tmp/CeBIT2009Ausstellersuche.dmg: VAX COFF executable not stripped

gemacht. Die Suche bei Google nach dmg linux brachte zunächst ein Perl-Tool das nicht so funktionierte wie es sollte und beim Konvertieren mit einer Fehlermeldung abbrach – Ich mochte Perl noch nie ;-P Die weitere Suche brachte mich zu http://hem.bredband.net/catacombae/
und dem DMGExtractor. Mit diesem Tool war es möglich das DMG in ein .iso umzuwandeln. Das .iso konnte ich dann mit

mount -t hfsplus -o loop /tmp/CeBIT2009Ausstellersuche.iso /mnt/tmp

mounten. In einem Unterverzeichnis ließ sich dann tatsächlich das .jar finden.

Update: Inzwischen haben die Leute von Liquiverse das jnlp heile gemacht und Java Web Start funktioniert nun auch.